WORK HEART TRAINING KONZEPT:
FÜHRUNGSMANAGEMENT

Soziale Verantwortung im Arbeitsleben


Führungskräfte tragen die Verantwortung dafür, dass Arbeiten im Unternehmen zeitgerecht erledigt werden und die Arbeitsabläufe funktionieren. Das erfordert ein fachliches und methodisches Know-How sowie Durchsetzungsfähigkeit und Entscheidungskraft. Doch Führungskräfte tragen auch eine soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter. Eine Vielzahl an Studien bestätigt, dass Führungskräfte - im Guten wie im Schlechten - einen hohen Einfluss auf die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Arbeitsmotivation von Mitarbeitern haben (siehe zum Beispiel iga Report 2021). Durch Trainings in Führungsmanagement erwerben Führungskräfte das erforderliche Wissen und die Kompetenzen, Mitarbeiter gesundheitsorientiert zu führen, ihre Leistungen und Kompetenzen zu fördern und die Arbeitsmotivation zu steigern. 

Zum Beispiel sind Führungskräfte, ebenso wie die betriebliche Sozialberatung, eine wertvolle Ressource des Unternehmens, Beschäftigten durch Gesundheitsgespräche in schwierigen Lebensphasen zur Seite zu stehen. Gemeinsam können individuelle Lösungen erörtert werden, welche der Entstehung oder Fortentwicklung von arbeitsbedingten psychischen Erkrankungen wie Burnout oder Sucht vorbeugen und die Leistungsfähigkeit und Motivation des Beschäftigten (wieder)herstellen. Führungskräfte sind auch für ein gutes Betriebsklima und intaktes Team-Work verantwortlich. Hierzu zählt die Prävention von Konflikten und Mobbing im Team und das frühzeitige Eingreifen bei ersten Anzeichen von Konflikten. Außerdem gibt es Situationen, die besonders herausfordernd sind wie zum Beispiel betriebliche Veränderungsprozesse, d.i. so-genannte Change-Prozesse. Während solcher Veränderungsprozesse sind Motivationsgespräche mit den Beschäftigungen, soziale Unterstützung und eine aufklärende Öffentlichkeitsarbeit besonders wichtig. Letztlich ist Emotionale Intelligenz im Führungsmangement eine wichtige Kompetenz, die zur Stärkung des psychologischen Arbeitsvertrags (d.i. die impliziten Erwartungen ans Arbeitsverhältnis, z.B. Fairness, Glaubwürdigkeit etc.), Vertrauensbildung und Motivation sowie empathischer Bedürfnisermittlung oder Konfliktschlichtung beiträgt. Führungskräfte-Trainings vermitteln all jene Kompetenzen, die benötigt werden, um den vielfältigen Herausforderungen im Führungsalltag gerecht zu werden.


Sekundärprävention zur
Gesundheitsförderung


Führungskräfte-Trainings zählen zur Sekundärprävention in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Das heißt, sie zielen auf eine Veränderung des Verhaltens und der Einstellungen von Beschäftigten bei Anzeichen von Gesundheitsgefahren, (emotionalen) Reaktionen, Verhaltensauffälligkeiten u.ä. ab (also im Gegensatz zur Primärprävention auf die Gesundheit und Leistung von anderen Menschen). Zur Mitarbeiterführung zählt das Kennen und Erkennen von symptomatischen Erkrankungen der Mitarbeiter wie Burnout, Sucht und Mobbing ebenso wie Anzeichen von Konflikten und Mobbing auf der Arbeit, emotionale Reaktionen und Verhaltensauffälligkeiten, das Führen von Fürsorge- oder Konfliktgesprächen zur Lösungsfindung, Konfliktmediation, das Ergreifen betrieblicher Maßnahmen sowie Motivationsgesprächen bei betrieblichen Veränderungsprozessen. Führungsmanagement beinhaltet all diejenigen Kenntnisse und Kompetenzen, die benötigt werden, um auf Anzeichen von psychischen Beeinträchtigungen, Konflikten, emotionalen Reaktionen und Verhaltensauffälligkeiten bei den Mitarbeitern zu reagieren und Maßnahmen zu ergreifen, welche verschiedenartigen Gefahren im Unternehmen vorbeugen und die Gesundheit, Leistung und Motivation der Mitarbeiter und des Unternehmens stärken.



Führungsmanagement

durch Work HEART Training


Work HEART Training bietet Business Trainings zu Führungsmanagement mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an. Nach dem Work HEART Training Konzept haben alle Trainings gemein, das die Gesundheit und das Wohl der Beschäftigten und des Teams im Vordergrund steht und ein ganzheitlicher Ansatz vertreten wird, der sowohl die Bedürfnisse und Werte der Beschäftigten als auch die Unternehmenswerte, Ziele und Bestimmungen berücksichtigt. Es wird bei Kommunikation und Maßnahmenentwicklung auf Effektivität gesetzt, um die Gesundheit, Leistung und Motivation der Beschäftigten nachhaltig zu fördern.  

Aktuell bietet Work HEART Training ganztags Trainings zu Führungsmanagement für Führungskräfte mit folgendem Fokus an:

  1. Gesund Führen: Gesundheitsförderung und Gesundheitsgespräche 

  2. Führen mit Emotionaler Intelligenz: Stärkung des psychologischen Arbeitsvertrags und Umgang mit schwierigen Mitarbeitern und Low-Performern

  3. Mitarbeiterführung im Change-Prozess: Delegation, Gesundheitsförderung und Motivation (ab 2023) 

Als Halbtagstrainings oder Supplements zum Erstellen eines Individualtrainings stehen Ihnen zur Verfügung:
  • Fit im Job! Delegation, Zeitsouveränität, Arbeitsorganisation 
  • Lust auf Change! Mitarbeiterunterstützung und Motivation im Change-Prozess 
  • Führen mit Emotionaler Intelligenz: Stärkung des psychologischen Arbeitsvertrags 
  • Umgang mit schwierigen Mitarbeitern und Low-Performern 
  • Gesundheitsförderung in Mitarbeiterführung 
  • Kommunikationskompetenz in Gesundheitsgesprächen


4-Stufen Programm zu Führungsmanagement

Das Training erfolgt im 4-Stufen Programm, in welchem exemplarisch anhand von Fallbeispielen Kenntnisse und Kompetenzen erworben werden zum (i) Erkennen der Anzeichen und Symptome, (ii) Erörtern der Ursachen und Hintergründe, (iii) Lösen/Händeln und Vorbeugen/Unterstützen von den Gesundheitsgefahren (Gesund Führen), Emotionen und Bedürfnissen (Führen mit Emotionaler Intelligenz) sowie (Fehl-)Beanspruchung und Motivation (Mitarbeiterführung im Change Prozess) der Mitarbeiter. 


I. Erkennen

Um adäquat auf verschiedenartige Gesundheitsrisiken zu reagieren, benötigen Sie ein Grundwissen um die Entstehung und die Symptome von arbeitsbedingten Erkrankungen wie Burnout oder Sucht. Auch Konflikte und Mobbing zählen zu den Gesundheitsrisiken, die sich aus interpersonellen Schwierigkeiten im Team oder mit der Führungskraft selbst ergeben und die sich oft bereits bei der Entstehung durch Konfliktanzeichen ausmachen lassen. Ein Erkennen von Emotionen und Emotionsausdruck in Relation zu Person und Kontext bildet die Basis für empathische Kommunikation und Mitarbeiterunterstützung. Emotionale Reaktionen auf Change-Prozesse weisen auf Einstellungen zum Change-Prozess oder wahrgenommenen Brüchen im psychologischen Arbeitsvertrag hin. 

Auf der ersten Stufe erwerben Sie ein umfangreiches Wissen, dass es Ihnen ermöglicht, Anzeichen und Symptome von Gesundheitsgefahren, Emotionen, Verhaltensauffälligkeiten etc. bei Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen und weitere Schritte einzuleiten.


II. Erörtern 

Sind die Ursachen und Hintergründe Ihrer beobachteten Anzeichen und Symptome noch nicht bekannt, so müssen diese zunächst erfasst werden. In Fürsorgegesprächen wird die Fürsorge der Führungskraft und des Unternehmens zum Ausdruck gebracht. Sie machen Ihre Beobachtungen anhand von konkreten Beispielen explizit und geben dem Mitarbeiter die Gelegenheit, hierauf zu reagieren. Fürsorgegespräche spielen bei der Mitarbeiterführung allgemein, aber auch in herausfordernden Situationen wie betrieblichen Veränderungsprozessen eine wichtige Rolle für die Gesund- und Leistungserhaltung der Mitarbeiter. Die empathische (gewaltfreie) Kommunikation eignet sich besonders für das Erörtern von Emotionen und Mitarbeiterbedürfnissen. Die Ursachen und Hintergründe von Konflikten können im Konfliktgespräch erörtert werden.  

Auf der zweiten Stufe erwerben Sie Wissen und Kompetenzen zum Einsatz verschiedener Kommunikationstechniken, um die Ursachen und Hintergründe Ihrer Beobachtungen im Mitarbeitergespräch zu erörtern. 


III. Lösen der Gesundheitsgefahren

Sobald Sie über die Ursachen und Hintergründe Ihrer Beobachtungen informiert sind, müssen - bei Gefahren, Konflikten und Problemen - fallspezifische Lösungsstrategien zur Bewältigung entwickelt werden. Wenn es sich um interpersonelle Belastungen handelt wie z.B. Konflikte oder Mobbing, so geschieht dies im Rahmen eines Konfliktgesprächs. Auch empathische (gewaltfreie) Kommunikation spielt bei der Lösung von Konflikten, die auf inter-personellen Differenzen in Einstellung oder Anschauung beruhen, eine wichtige Rolle. Bei personellen Belastungen wie psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen können im Fürsorgegespräch personelle oder betriebliche Maßnahmen als Lösungsstrategie entwickelt werden. Auf situationale Belastungen wie z.B. betriebliche Veränderungsprozesse reagieren Beschäftigte individuell sehr verschieden. Entpuppt sich ein Mitarbeiter als Change-Gegner und zeichnen sich motivationsbedingte Leistungsabfälle ab, so kann die Arbeitsmotivation und Leistung des Mitarbeiters durch Motivationsgespräche (wieder-)hergestellt werden. 

Auf der dritten Stufe erwerben Sie Wissen von personellen und betrieblichen Entwicklungsmaßnahmen sowie Kompetenzen zum Einsatz verschiedener Kommunikationstechniken, um gemeinsam mit dem Mitarbeiter Lösungsstrategien zu entwickeln. 

 

IV. Prävention 

Ist eine Gesundheitsgefahr, ein Konflikt oder ein Problem gelöst, so empfehlen sich präventive Maßnahmen, um einen Rückfall zu verhindern. Geht die Gesundheitsgefahr über den Einzelfall hinaus, z.B. weil die Stressfördernden Arbeitsbedingungen wie Lärm oder Überlastung eines Burnout-Falls auch andere Mitarbeiter betreffen, so gilt es allgemeine Präventionsmaßnahmen im Rahmen einer Gefährdungsanalyse psychischer Belastungen zu entwickeln. 

Auf der vierten Stufe erwerben Sie Wissen und Kompetenzen, um Gesundheitsgefahren, Konflikten oder Brüchen im psychologischen Arbeitsvertrag effektiv vorzubeugen.